Redaktion/PM, 08.12.2009
Informationskampagne gegen Spielsucht
Die Initiative "Schau hin! Was Deine Kinder machen." hat Ende November die Kampagne "Spiele gemeinsam entdecken – Sucht vermeiden" gestartet. Sie informiert über elektronische Spiele und gibt Tipps, wie Eltern und Erziehende einer Abhängigkeit ihrer Kinder vorbeugen können.

Elektronische Spiele sind längst Alltag
Computerspiele und Spielkonsole gehören in Deutschland zum Alltag der Kinder zwischen fünf und 13 Jahren; 80 Prozent in dieser Altersgruppe nutzen Computerspiele zumindest gelegentlich. Gleichzeitig sagen rund 20 Prozent der Eltern, dass ihre Kinder "zu lange" am Computer oder an der Spielkonsole spielten. Das ergab eine repräsentativen Umfrage des Meinungsforschungsinstituts emnid im Auftrag der Initiative "Schau hin". Zwar kennen sich viele Eltern beim Thema Computerspielsucht aus, doch weiß jeder siebte nicht, wie Kinder vor Suchtgefahren durch die Beschäftigung mit elektronischen Spielen geschützt werden können. Unter jüngeren Eltern ist dieser Anteil deutlich höher.
Infos und Hilfestellung
Auch wenn Eltern das Interesse an elektronischen Spielen oft nicht nachvollziehen können: Nur in seltenen Fällen werden Kinder so sehr von den elektronischen Spielen angezogen, dass sie darüber das Interesse an anderen Hobbys, Freunden oder der Schule vergessen. Trotzdem ist es wichtig, Kindern einen bewussten Umgang mit Computerspielen zu vermitteln, um sie vor den Gefahren einer Abhängigkeit zu schützen. Die "Schau hin"-Kampagne zur Vermeidung von Computerspielsucht informiert Eltern und gibt Antworten auf Fragen wie: Wie können Eltern aktiv einer Computerspielsucht vorbeugen? Wie viel Zeit dürfen Kinder mit elektronischen Spielen verbringen? Welche Sicherheitseinstellungen gibt es bei Spielkonsolen? Was sind Anzeichen für Computerspielsucht? Neben Informationsmaterialien gibt es auch interaktive Angebote, beispielsweise das "Schau hin"-facebook-Forum, in dem ein direkter Austausch mit Medienpädagogen möglich ist.
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